9 Gründe warum mich das Reisen ALLEIN verändert!

Reisen ALLEIN verändert mich, weil...

Erfahre, warum mich das Reisen alleine verändert!

Reisen alleine ist doch total einfach! – Warum das nicht immer so ist, warum mich das Reisen allein verändert und wie ich das Ganze nach einem Jahr Soloreisen sehe, erfährst du in diesem Beitrag 🙂

Ich hatte bereits in dem Beitrag Warum bin ich auf Weltreise? erwähnt, dass ich unter anderem allein auf Reisen bin, da ich meine Komfortzone verlassen möchte und mich so weiter entwickeln möchte. Wie genau diese Veränderung aussieht und warum man sich überhaupt verändert, erfährst du in diesem Beitrag 🙂 Es sind Punkte enthalten, an die du eventuell gar nicht gedacht hättest 😀 Außerdem kannst du so sehen was bei einer Soloreise, die du vielleicht antreten möchtest, auf dich zukommen wird 🙂 Vieles erscheint im ersten Moment eventuell negativ, aber genau an diesen Punkten wirst du wachsen und sind deshalb als positiv anzusehen wie ich finde! 🙂 

Außerdem bin ich mir zu 100% sicher, dass viele denken: Langzeitreisen sind mega cool und alles ist sooo einfach: Den ganzen Tag am Strand abhängen, Cocktails schlürfen, auf Partys gehen … 😀  Ist es aber nicht – vor allem nicht wenn man alleine reist 🙂

REISEN ALLEIN VERÄNDERT MICH, WEIL…

… ich alle Entscheidungen für mich alleine treffe.

Wenn man alleine reist, ist man wirklich vollkommen auf sich gestellt. Man entscheidet alles selbst. Es ist schwer, Freunde und Familie um Rat zu fragen, da diese einfach nicht in der selben Situation sind und so die Situation schwer nachvollziehen können. Außerdem ist schneller Rat wegen der Zeitverschiebung sowieso kaum möglich 😀 Alles selbst zu entscheiden und dann auch zu seiner Entscheidung zu stehen kann manchmal eine Herausforderung sein 🙂

…ich weniger Kontakt zu Freunden und Familie habe.

Durch die Zeitverschiebung ist täglicher Kontakt mit der Familie eigentlich kaum möglich. Ich kann Facetime zum Beispiel nur am Wochenende machen und dann heißt es nicht, dass Freunde und Familie  Zeit haben. Oder auch ich eventuell keine Zeit habe (Auf Reisen weiss man die meiste Zeit sowieso nicht welcher Wochentag ist, geht mir zumindest so 😀 ). Auch jetzt kann ich sagen, dass ich eine gewisse Distanz zu meiner Familie und Freunden spüre. Das heißt selbstverständlich nicht, dass man nicht mehr befreundet ist, aber das Leben zu Hause geht weiter, genauso wie mein Leben auch weitergeht. Und natürlich wäre ich auch irgendwo gerne ein Teil des Lebens zu Hause. Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, ich vermisse es nicht einen tollen Abend mit meinen Freunden zu Hause zu verbringen! 🙂

…ich “schwere” Situationen alleine meistere.

Falls du von vornherein weißt, dass dich unangenehme Situationen unheimlich stressen und du sowas überhaupt nicht ab kannst, solltest du dir das Langzeitsoloreisen noch einmal durch den Kopf gehen lassen, denn du wirst auf jeden Fall mit unschönen Situationen konfrontiert werden 😀

Ich bin zum Beispiel in Australien aus einem Hostel geflogen und stand auf der Straße, wurde auf der Straße in Kathmandu von einem Rollerfahrer verfolgt oder konnte mein Visum in Nepal nicht bezahlen 😀 Es heißt natürlich nicht, dass diese Situationen nicht lösbar sind. Es geht darum, dass ich in diesen Situation erst einmal alleine war. 

Selbstverständlich wächst man aber auch ungemein an solchen Situationen, lernt sich selbst besser kennen und lernt allgemein aus solchen Situationen für die Zukunft (Ich habe zum Beispiel gelernt, mich vorher genau zu informieren ob man das Visum mit Kreditkarte bezahlen kann ? ). Übrigens hat mir dann ein Mädchen aus Singapur mein Visum bezahlt – fand ich einfach unglaublich nett und hilfsbereit!!! 🙂 Danach haben wir uns noch die Taxikosten geteilt und sind zusammen in ein Hostel: So schnell lernt man neue Menschen kennen 😀

…ich oft alleine bin und alles mit mir selbst ausmache.

Ich bin ehrlich, am Anfang fiel es mir unheimlich schwer allein mit mir selbst zu sein. Ich wusste überhaupt nichts mit mir anzufangen und musste dies tatsächlich erst lernen. Wie ich bereits in dem Beitrag über das Anand Ashram geschrieben habe, wollte ich einfach nicht „hinschauen“ und  bin gehetzt durchs Leben gerannt. Aber als ich dann auf der Farm gearbeitet habe, war ich 5 Monate mit mir allein und das war wohl das Beste was mir bezüglich meiner persönlichen Entwicklung passieren konnte 🙂

Weiter ist es so, dass ich natürlich auch alleine essen gehe. Für manche Menschen ist es unvorstellbar, sich allein in ein Restaurant zu setzen und zu essen. Für mich war es am Anfang ungewohnt, aber mittlerweile ist das echt normal. Man erlebt tatsächlich so einiges, wenn man alleine essen geht 😀 Als ich auf den Philippinen auf Boracay war, hat sich plötzlich eine komplette chinesische Familie an meinen Tisch gesetzt – ohne zu fragen 😀 Es wurden sogar noch eifrig Stühle an meinen Tisch für 2 Personen gestellt. Dann saß ich da eingequetscht mit 5 anderen Chinesen am Tisch und hab zu Abend gegessen, ohne ein Wort zu verstehen 😀 

…ich ein Stück weit vertrauen MUSS.

Damit ist natürlich nicht gemeint, jedem Fremden auf der Straße zu vertrauen. Aber es kann unheimlich anstrengend sein, sich wegen jeder Kleinigkeit aufzuregen oder alles zu hinterfragen. Manchmal muss man einfach vertrauen, dass die Menschen es gut mit einem meinen und muss Dinge lockerer sehen, was mir am Anfang sehr schwer gefallen ist.

Ich hatte immer gerne einen genauen Plan und vor allem die Kontrolle. Aber wenn man als Tourist vor allem durch z.B. Asien reist, muss einem bewusst sein, dass man überhaupt keine Kontrolle über nichts hat 😀 Als Tourist hat man so gesehen keine Ahnung, was hinter Bus- oder Schifffahrtsunternehmen steckt. Wenn man Tickets an einem Straßenstand kauft, muss man einfach vertrauen, dass am nächsten Morgen jemand auftaucht und einen abholt. Oder wenn dir jemand sagt, du musst den Bus, den du eigentlich gebucht hast, verlassen und in einen anderen Bus umsteigen, musst du einfach vertrauen, dass das so passt und du trotzdem ans Ziel kommst. Wegen allem zu verhandeln oder zu misstrauen ist nach einer geraumen Zeit unheimlich anstrengend. Ich bin mittlerweile an dem Punkt wo ich mir denke: Wird schon passen 😀 Und wenn nicht: Irgendeine Lösung gibt es immer. Allgemein wurde ich bis jetzt nur einmal übers Ohr gehauen, was das betrifft.

…ich meine Komfortzone täglich verlasse.

Da ich ohne Travelbuddy reise bin ich darauf angewiesen, neue Menschen kennenzulernen, wenn ich nicht allein sein möchte 🙂 Das heißt, ich gehe aktiv auf Menschen zu und es kostet mich bis heute Überwindung. Es fällt mir aber mittlerweile viel leichter als am Anfang. Damit meine ich, ich spreche meine Zimmernachbarn im Hostel an und frage, was sie heute noch machen und ob ich mich anschließen kann. Oder ich gehe auf eine Gruppe Menschen zu die z.B. gemeinsam im Hostel beim Abendessen sitzt und frage, ob ich mich dazusetzen kann. 

Ich wurde bis jetzt kein einziges Mal zurückgewiesen. Daraus sind schon wunderschöne Freundschaften entstanden oder haben sich ganz tolle Sachen ergeben. Es lohnt sich also! Außerdem gibt es für mich tatsächlich nichts schöneres als neue Menschen kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören und mich inspirieren zu lassen! 

…ich alleine losgehe und mein eigenes Ding mache.

Mir ist es auf meiner Reise ein paar Mal passiert, dass ich in einem Hostel ankam und das einfach komplett leer war. Es gab dann genau zwei Optionen:

  1. Option: Ich bleib den ganzen Tag im Zimmer, da ich mich nicht traue alleine loszugehen. 
  2. Option: Ich bin mutig und erkunde den Ort/die Insel trotzdem und zwar allein. 

Selbstverständlich kam Option 1 für mich nicht in Frage und so bin ich los, habe mir einen Roller gemietet und habe die Gegend alleine erkundet. Natürlich macht es in einer Gruppe viel mehr Spaß! Aber wenn das Hostel leer ist, bleibt da leider keine andere Option. Es gibt beispielsweise auch genügend Facebookgruppen in die man schreiben kann ob jemand Lust hat, sich zu treffen. Aber da antwortet ja auch keiner innerhalb 5 Minuten und ist mit dir am Start die Insel zu erkunden 😀

…ich selbstständiger werde.

Ich organisiere alles selbst, von vorne bis hinten 😀 Wo schlafe ich als nächstes, wie komme ich zu meinem nächsten Ziel, wie komme ich vom Flughafen ins Hostel, welche Ausflüge mache ich und wie stehen die Finanzen? 

Wo bekomme ich meine neue SIM Karte her und wo kann ich die wieder aufladen? Benötige ich ein Visum oder Ausreisenachweis für mein nächstes Ziel? Mein Flug wurde gecancelt und ich verpasse auch noch meinen Anschlussflug – was mache ich? Ich komme mitten in der Nacht an, hat das Hostel eine 24 h Rezeption (und ja, ich hab auch schon Nächte auf Parkbänken verbracht 😀 )? Ich muss ins Krankenhaus, wo muss ich hin? Ich muss zur Botschaft, wo bitte ist die nächste? … uuuund und und 😀

…ich mich regelmäßig neuen Ländern und Kulturen anpasse und diese kennenlerne.

Jedes Land ist anders und jede Kultur ist auf ihre eigene Art besonders. Für mich ist es in jedem Land mega spannend, zum einen das Land an sich kennenzulernen und zum anderen die Kultur! Jedesmal kann ich aufs Neue etwas für mich mitnehmen und lernen 🙂

Wie du sehen kannst gibt es viele Dinge, die mich auf Reisen prägen und verändern. Ich bin für jeden einzelnen Punkt unheimlich dankbar! Denn genau das macht mich zu dem Menschen, der ich heute bin und in Zukunft sein möchte. Für einige mögen die oben genannten Punkte überfordernd oder stressig sein. Lass dich aber nicht davon einschüchtern und gehe trotzdem auf Reisen, wenn du das gerne möchtest! Auch wenn es sich etwas eigenartig anhört, aber für mich ist das wirklich unheimlich erfüllend, da ich es mittlerweile einfach liebe aus meiner Komfortzone zu treten und mich weiterzuentwickeln 🙂 

Und zu guter Letzt: Das am Anfang beschriebene mit Strand und Cocktails war eventuell doch nicht ganz gelogen 😀

Falls du Fragen hast, kannst du mir sehr gerne schreiben! Hinterlasse ein Kommentar unter diesem Beitrag, nutze das Kontaktformular oder kontaktiere mich auf Instagram.

Das bin ich!

Hi! Ich bin Linda, 24 Jahre alt und seit Februar 2019 allein auf Weltreise. Hier kannst du mehr über mich erfahren. Schön, dass du da bist!

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